WELPENAUFZUCHT
An dieser Stelle möchten wir kurz die Geburt der Welpen bis zur Abgabe im wesentlichen
zusammengefasst vorstellen.
Etwa eine
Woche vor dem erwarteten Geburtstermin (wir rechnen mit 60-61 Tage) richten wir
die Wurfbox für die Welpen bzw. Hündin im Wohnzimmer her. Zu diesem Zeitpunkt
fangen wir auch mit dem täglichen Messen der Körpertemperatur der Hündin an.
Von da weg achten wir auf die werdende Mutter genauestens, sollte sich dann
ende der Tragzeit die typischen Anzeichen der nahenden Geburt einstellen, wie
ohne körperliche Anstrengung Hecheln, häufiges lösen, Zittern... usw. bereiten
wir uns ernsthaft auf den schönsten Augenblick der Hundezucht vor, nämlich auf
die Geburt der Welpen!
Natürlich kann von schlafen gehen keine Rede mehr sein,
eher werden alle benötigten Instrumente, wie sauberes Wasser, Handtücher und
Lacken in allen Mengen, Schere, frisches Wasser für die Hündin, Kaffee
beiderseits, Desinfektionsmittel, Waage, Notizblock und Kugelschreiber, Markierungsspray
(Lebensmittelfarbe), Diktiergerät, eine pünktliche Uhr, Handy für Notfälle,
Fotoapparat, Wärmflasche, Welpenaufbewahrungsbox, usw... bereitgestellt.
Und dann ist es soweit, die Geburt hat begonnen: die Hündin hat ihren Neugeborenen abgenabelt und
gesäubert. Der kleine Knirps ist schon mit vollem Elan Richtung Milchquelle
unterwegs... aber bevor er in diesen Genuss kommen darf,
notieren wir die Geburtszeit des Welpen, Geschlecht,
Geburtsgewicht, Abzeichen, Aktivität, untersuchen auf eventuelle Fehler
(Hasenschwarte, Wolfsrachen...) im Zuge dessen achten wir auch auf das
Vorhandensein von Afterkrallen. Nach all diesem wird der neue Erdenbürger noch
mit Lebensmittelfarbe markiert und anschließend in Mamas Obhut übergeben. Er
hat für diese erste, aber lebenswichtige Mahlzeit nur kurze Zeit, da bei
einsetzen der erneuten Presswehen der Hündin sich ein weiteres Geschwisterchen
ankündigt. Daher werden die bereits geborenen Welpen in eine vorgewärmte
Welpenbox verlegt, damit wir uns mit der Hündin nur auf den kommenden
konzentrieren können. In den
Zwischenphasen dürfen sie natürlich zur Mama. Nach dem die ganze Prozedur
überstanden ist und die Welpen
wiederholt von ihrer Mutter ausgiebig versorgt wurden, sind alle
beteiligten, sprich Züchter, Hündin, Welpen erschöpft. Also, wie heißt das
letzte Kapitel der Geburt für alle Beteiligte? Schlafen, Schlafen, Schlafen.
Nun fängt Kapitel Aufzucht tatsächlich an. Von den täglichen Notizen, Wiegen,
Beobachtung der Welpen, der Verpflegung der Hündin, Krallenstutzen bei den
Welpen in regelmäßigen Abständen, hinweg bis zur ersten Entwurmung und Beginn
der Zufütterung im Alter von etwa 15-19 Tagen. In Abständen von 8 Tagen wird
nachmarkiert und in einem Alter von etwa 3-4 Wochen ins Welpenhaus übersiedelt,
wo die kleinen Racker ihre Umgebung nun selbstständig erkunden können. Zu diesem Zeitpunkt kommt noch eine wichtige
Aufgabe auf den Züchter zu: Beschäftigung und Prägung der Welpen! In diesem
Alter, etwa mit 5 Wochen werden die Kleinen mit
verschiedenen Bodenbeschaffenheiten, Geräusche (Spielzeug), zunehmenden Besuch
von Fremden konfrontiert. Der angeborene Spieltrieb wird sehr gewissenhaft
gefördert und täglich neue Aufgaben an die Welpen gestellt.
Selbstverständlich geben wir
unseren frischgebackenen Welpenbesitzern alle Unterlagen von der Geburt bzw.
Aufzucht
(Geburtszeit,
Gewichtstabelle in Wochen abständen, Info über Aufzucht, Entwurmung, Eltern,
Fütterung, Bildmaterial von allen Geschwistern, wichtige Adressen rund um den
Hund) mit bei Welpenabgabe.
Ein verstellbares Halsband ,Welpenleine, Futternapf,
Messbecher, Welpenfutter und ein verwittertes Tuch vom Lager (nach Möglichkeit
von dem zukünftigen Besitzer stammend) vervollständigen die Übergabe an den
neuen Besitzer.



Mit
Abgabe der Welpen endet die züchterische Verpflichtung natürlich nicht, daher
stehen wir auch später unseren Welpenkäufern in allen Belangen der Hundehaltung
mit Rat und Tat zur Seite.
Bei rechtzeitiger Terminvereinbarung
übernehmen wir auch die Urlaubsbetreuung.
